Beschreibung
Montana – vom Keller in die Lobby
Wie Design die Position im Wettbewerb verändert
Der Anruf kam von Herrn J. H., dem Chefkonstrukteur von Montana, einem Hersteller von Maschinen für die professionelle Skibearbeitung. Wir kannten uns aus der Wintersportbranche. Durch unsere Arbeiten für Marker hatten wir uns inzwischen einen Namen gemacht. Montana beobachtete, wie sich der Wettbewerber Wintersteiger mit einem überarbeiteten Maschinenprogramm und professionellem Design am Markt neu positioniert hatte.
Bei Montana war man überzeugt: Wir müssen etwas tun.
Allerdings hat der Eigentümer und CEO des Unternehmens, G.K. zunächst nicht daran geglaubt, dass Design dabei eine entscheidende Rolle spielen kann.
Herr H. sah das anders. Er wusste aus eigener Erfahrung, dass gute Technik allein nicht immer ausreicht, um sich im Wettbewerb erfolgreich zu behaupten.
„Ich werde ihn noch überzeugen“, sagte er.
Eines Tages kam dann der entscheidende Anruf:
„Wann können Sie nach Umkirch kommen?“
Eine klare Aufgabe
Das erste Briefing war eindeutig. Das Topmodell der Produktpalette sollte ein neues Maschinengehäuse bekommen und ein zeitgemäßes, hochwertiges Erscheinungsbild erhalten.
Doch es gab eine klare Vorgabe:
„Es darf in der Herstellung nicht teurer werden.“
Für uns war es damals das erste Maschinengehäuse. Aber natürlich nicht das erste komplexe Produkt, das wir gestaltet hatten. Unsere Erfahrung aus zahlreichen Projekten in unterschiedlichsten Branchen – von Fahrzeugen und Sportprodukten bis hin zu Produkten aus dem Sanitärbereich – half uns, die Aufgabe ganzheitlich zu betrachten.
Wir wollten nicht einfach eine Maschine schöner machen.
Wir wollten eine Formensprache entwickeln, die Technik, Präzision und Qualität sichtbar macht – und gleichzeitig wirtschaftlich realisierbar bleibt.
Der Anfang einer neuen Montana Familie
Die Präsentation unserer Ideation wurde zum Wendepunkt.
Das Konzept überzeugte. Und nicht nur auf dem Papier.
Die neue Maschine wurde nahezu exakt so umgesetzt, wie wir sie in unserer Konzeptpräsentation vorgestellt hatten.
Doch damit war das Projekt nicht beendet. Im Gegenteil: Es war erst der Anfang.
Die neue Formensprache wurde Schritt für Schritt auf den gesamten Maschinenpark übertragen. Aus dem Design eines einzelnen Topmodells entstand eine neue Generation von Montana-Maschinen.
Und gleichzeitig entstand etwas noch Größeres:
ein neues visuelles Erscheinungsbild für das gesamte Unternehmen.
Das Design wurde zur Corporate Identity des Unternehmens.
Der entscheidende Perspektivwechsel
Mit der neuen Gestaltung veränderte sich die Wahrnehmung der Produkte.
Die Maschinen waren nicht länger nur technische Arbeitsgeräte, die irgendwo im Keller standen und ihre Arbeit verrichteten. Sie wurden zu sichtbaren Produkten mit einer klaren Identität.
Die Umsätze stiegen.
Doch die vielleicht schönste Bestätigung unserer Arbeit kam aus St. Moritz.
Ein Sporthotel stellte das Topmodell von Montana in seiner Lobby auf.
Nicht im Keller.
In der Lobby.
Für alle Gäste sichtbar.
Design verändert Wahrnehmung
Was bei Montana mit dem Design eines einzelnen Maschinengehäuses begann, veränderte die Position des gesamten Unternehmens.
Gutes Design macht technische Qualität sichtbar. Es stärkt die Marke, schafft Differenzierung und kann die Position eines Unternehmens im Wettbewerb nachhaltig verändern. Bei Montana wurde aus einer neuen Maschine ein neues Erscheinungsbild. Und aus einem Produkt, das früher im Keller stand, ein Produkt, das in der Lobby präsentiert wurde.





















