Beschreibung
Case Study: Rheinmetall
Wie gutes Design seinen Platz in der Wehrtechnik fand
Der Kontakt zu Rheinmetall entstand über unseren langjährigen Projektpartner R. T., der nach dem erfolgreichen gemeinsamen Projekt Mungo von KNDS zu Rheinmetall wechselte. Durch die enge Zusammenarbeit hatte er erlebt, welchen Beitrag professionelles Design auch bei hochkomplexen technischen Produkten leisten kann – und wurde zu einem überzeugten Befürworter unserer Arbeitsweise.
Professionelles Design ist in der Wehrtechnik auch heute keineswegs selbstverständlich. Es dauerte rund 18 Monate, bis R.T. es schaffte, dass wir die Gelegenheit erhielten, unsere Arbeitsweise im Unternehmen vorzustellen. Auf die Präsentation folgte ein erstes kleines Projekt. Nach dessen erfolgreichem Abschluss wurden wir Schritt für Schritt mit weiteren Entwicklungsaufgaben betraut. Wie in der Sicherheits- und Verteidigungsbranche üblich, unterliegt ein Großteil unserer Arbeit der Vertraulichkeit. Ein Projekt dürfen wir jedoch vorstellen.
Ein Exponat für die ganze Welt
R. T. schilderte uns ein praktisches Problem: Aufgrund der gesetzlichen Exportbestimmungen ist der Transport funktionsfähiger Waffensysteme zu internationalen Messen mit erheblichem organisatorischen Aufwand verbunden. Für jedes Exponat sind umfangreiche Genehmigungen erforderlich.
Unsere Lösung war ein detailliertes Demonstrationsmodell der MK30-2/ABM, das die Technologie anschaulich vermittelt, ohne unter die üblichen Exportbeschränkungen zu fallen. Gleichzeitig entwickelten wir das Modell so, dass es vollständig zerlegbar ist und in einer kompakten, wiederverwendbaren Transportkiste sicher und kostengünstig weltweit verschickt werden kann.
Das Ergebnis
Ein Exponat, das inzwischen auf zahlreichen internationalen Fachmessen im Einsatz war und Rheinmetall die Präsentation seiner Technologie erheblich erleichtert hat. Die Waffe wird im natürlichen Maßstab – aber in Aluminium als Modell gebaut. Um das Modell interessanter und informativer zu gestalten werden die Bauteile teilweise „auseinandergezogen“ und mit LED´s illuminiert. So wird Aufmerksamkeit auf der Messe erzeugt. Das Funktionskonzept der Waffe erscheint sichtbar. Das Modell wirkt durch eine Eloxierung der Oberflächen besonders hochwertig.

Der Entwurf aus unserer Präsentation für das Ausstellungskonzept. Hier: Das Waffenmodell auf dem Display mit der dazugehörigen Grafik auf einer eigenen Plattform.

Das Verpackungskonzept aus unserer Konzeptpräsentation. Um den Transport wesentlich zu erleichtern ist das Modell teilbar. Eine raffinierte Konstruktion lässt das Modell zusammen mit seiner Plattform und dem Display auf die vorgegebene Größe reduzieren.

Zusammengefaltet geht es in die eigens gestaltete Transportbox. Diese Box dient auch dem Schutz des Modells, so kann es immer wieder auf Messen gezeigt werden.
Alle Teile in einer Funktionsübersicht zur Montageanleitung
Der Beginn einer neuen Geschichte
Bei nahezu allen Projektbesprechungen war auch der technische Leiter Hubert Schneider anwesend. Nach einer unserer Präsentationen sagte er einen Satz, denwir bis heute nicht vergessen haben:
„Ich werde bald in den Ruhestand gehen. Dann gründe ich mein eigenes Unternehmen, entwickle ein Präzisionsgewehr – und das mache ich mit euch.“
Aus diesem Satz entstand eine neue Zusammenarbeit – und eine weitere spannende Geschichte, die unter dem Namen TTS ihren Anfang nahm. Siehe TTS.
























































