Beschreibung
Hüppe – Aus einer Showidee wurde ein Marktführer
Manchmal beginnen die besten Projekte mit einem denkbar schlechten ersten Eindruck.
Unsere erste Begegnung mit Hüppe fand auf der ISH statt, der Weltleitmesse der Sanitärbranche. Es war unsere erste Messe, auf der wir aktiv neue Kunden gewinnen wollten. Unser Auftritt war alles andere als professionell. Doch genau das weckte die Neugier des damaligen Marketingleiters.
Später sagte er zu uns: „Ich dachte: Wer sich selbst so schlecht verkauft, muss andere Qualitäten haben.“
Er lud uns nach Bad Zwischenahn ein. Dort erwartete uns eine ungewöhnliche Aufgabe. Gesucht war keine neue Produktserie, sondern eine spektakuläre Duschabtrennung als Unikat für den nächsten ISH-Messestand. Das Briefing bestand aus einer Liste alltäglicher Ärgernisse: Kälteschock beim Öffnen der Tür, Wasser auf dem Boden, nasse Füße auf dem Weg zum Handtuch.
Wir überlegten nicht primär, wie man eine Duschkabine schöner machen kann. Wir fragten, wie man das Duscherlebnis grundsätzlich verbessert. Denn – stimmt das Konzept, kommt die Ästhetik beinah von selbst.
Die Antwort war eine völlig neu entwickelte Türkinematik. Sie verhinderte die typischen Schwächen herkömmlicher Duschabtrennungen und schuf gleichzeitig eine elegante, unverwechselbare Form.
Unsere Konzeptpräsentation überzeugte sofort.
Der Marketingleiter erinnerte sich später: „In meinen langen Jahren bei Hüppe habe ich noch keine externe Präsentation erlebt, von der ich spontan so begeistert war und bei der ich die Umsetzung sofort vor Augen hatte.“
Auf der nächsten ISH wurde die Dusche zum Publikumsmagneten. Aus dem ursprünglich als Einzelstück geplanten Messeobjekt wurde ein Serienprodukt: die Hüppe Magma. Über viele Jahre war sie das Premiumprodukt des Unternehmens.
Es blieb nicht bei diesem einen Erfolg. In den folgenden Jahren entwickelten wir gemeinsam zahlreiche Produkte. Hüppe wurde Marktführer in Deutschland – getragen von einer klaren Innovationsstrategie und konsequentem Design. Als das damalige Top-Management später zu Roto wechselte, setzte sich unsere Zusammenarbeit fort. Für Roto entwickeln wir bis heute Produkte.
Für uns ist diese Geschichte mehr als ein erfolgreiches Projekt. Sie zeigt, was gutes Design leisten kann: Es löst reale Probleme, überzeugt Menschen und schafft langfristiges Vertrauen.













