Beschreibung
BMW Ergonomie-Studie
Wenn Einschränkungen zur Grundlage für gutes Design werden
In großen Automobilunternehmen gelten Ergonomie und Design nicht immer als natürliche Verbündete. Designer fürchten, dass ergonomische Vorgaben ihre Formen einschränken – während Ergonomen sicherstellen müssen, dass das Fahrzeug für unterschiedlichste Nutzer perfekt funktioniert.
Vor diesem Hintergrund beschlossen die BMW-Ergonomen, ihre Anforderungen einmal von einem externen Designteam umsetzen zu lassen: Target Design.
Nach dem ersten Briefing hörten wir beim Verlassen des Raumes noch den Satz: „Das waren endlich einmal Designer, die zuhören konnten.“
Für uns war genau das der entscheidende Ansatz. Statt ergonomische Vorgaben als Einschränkung zu betrachten, machten wir sie zum Ausgangspunkt der Gestaltung. So bildeten beispielsweise die exakt definierten Greifräume eine wichtige Grundlage für unsere gestalterischen Überlegungen.
Das Ergebnis war eine überzeugende Designstudie, die zeigte, dass sich selbst extreme ergonomische Anforderungen in eine eigenständige und attraktive Formensprache übersetzen lassen.
Unser Credo dabei: Gutes Design beginnt nicht damit, Einschränkungen zu umgehen, sondern sie von Anfang an intelligent in die Gestaltung einzubeziehen.
Der Erfolg der Studie hatte allerdings eine durchaus kuriose Konsequenz: Die BMW-Ergonomen durften sich danach leider nicht mehr an externe Designer wenden.

































